...während der Gesamtkrankenstand 2016 um 0,2 Prozentpunkte im Vergleich zu 2015 fiel, stiegen die Ausfalltage wegen psychischer Erkrankungen auf ein Rekordhoch. Gut, dass es u.a. dank eines ganzheitlichen betrieblichen Gesundheitsmanagements und auch mit der gesetzlich verankerten Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung* mittlerweile Wege gibt Abhilfe für psychische Fehl-Belastung am Arbeitsplatz zu schaffen.

In einer Pressemitteilung von Ende Januar hat die Deutsche Allgemeine Krankenkasse (DAK) alarmierende Zahlen veröffentlicht: Mit rund 246 Fehltagen je 100 Versicherte waren Seelenleiden 2016 auf dem Höchststand. Die Zahl der Fehltage hat sich in den letzten 20 Jahren damit mehr als verdreifacht, das sind 17% des Gesamtkrankenstandes und wird nur noch von Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems (22,2%) übertroffen. Auf Platz drei der häufigsten Diagnosen stehen Probleme mit dem Atmungssystem (14,7%), diese standen 2015 noch auf dem zweiten Platz vor den psychischen Erkrankungen. Bei Frauen waren psychische Erkrankungen sogar die häufigste Ursache für eine Krankschreibung mit 311 Ausfalltagen je 100 Versicherte (191 je 100 Versicherte bei den Männern).

Solch deskriptive Statistiken erhoben vom Berliner IGES Institut geben keinen Aufschluss auf die Gründe für den Anstieg der Fehltage von psychischen Erkrankungen. Es liegt jedoch nahe – ohne eine voreilige Kausalität zu attestieren, dass dieser drastische Anstieg mit zunehmender Komplexität im Arbeitsalltag korreliert. Auf diese Komplexität, bspw. mehr Aufgaben auf einem Mitarbeiter vereint oder sich schnell verändernde Herausforderungen in Zeiten der Digitalisierung finden viele Organisationen, wenn überhaupt, nur verzögert eine Antwort. Am meisten Ende leiden die Arbeitnehmer.

Es ist jedoch bei weitem nicht unmöglich auf die Bedürfnisse der eigenen Mitarbeiter einzugehen – trotz erhöhter Komplexität in der Arbeitswelt. Wir setzen bei unserer Arbeit regelmäßig Potenzial- oder Motivationsanalysen ein, um zielgenaue Wege zu finden das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu steigern.

Im Rahmen der Implementierung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements und auch unterstützend bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung können wir das Thema zusamen mit dem Unternehmen ganzheitlich begleiten. Dazu nutzen wir i.d.R. die Mitarbeiterumfrage OD-Map®, die die wechselseitige Abhängigkeit der Mitarbeiterzufriedenheit misst. So erhält das Unternehmen genaue Informationen, an welcher Stelle es sich tatsächlich lohnt anzusetzen. Die Mitarbeiter erleben, dass sich nach einer Umfrage tatsächlich -und punktgenau- etwas tut. Belastende Faktoren sinken, die Zufriedenheit steigt, die Mitarbeiter fühlen sich dem Unternehmen mehr verbunden und auch die Arbeitgeberattraktivität wächst.

Es profitiert nicht nur der einzelne Mitarbeiter, auch die Strukturen und Prozesse werden optimiert, was insgesamt zu erhöhter Produktivität beiträgt.

Mehr Aufmerksamkeit auf mögliche Fehlbelastungen am Arbeitsplatz zu lenken, um diese zu senken (Stichwort "Verhaltensprävention des Einzelnen"), wenn nicht gar zu eliminieren ("Stichwort gesunde Verhältnisse schaffen") wird die psychische Erkrankungen sicher nicht von einem Tag auf den anderen beseitigen, doch es wäre ein erster Schritt den kontinuierlichen nach oben zeigenden Trend zu durchbrechen. 1997 waren es „nur“ 77 Fehltage pro 100 Versicherten wegen einer psychischen Erkrankung.

*psychische Belastung ist per Definition neutral, kann ergo positiv oder negativ wirken

Autor: Thomas Oelker, Mrz. 2017

 

 

 

 

 

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