Mehr und mehr werden Geschäftsmodelle digitalisiert. Allgemein spricht man von Industrie 4.0, der vierten industriellen Revolution im Zuge der Industrialisierung im 18. Jahrhundert. Es ist ein umwälzender Innovationsprozess in Form einer digitalen Transformation. Dabei werden innerhalb des Innovationsprozesses die Informationstechnologien nicht nur als Unterstützung genutzt. Nein, sie dienen auch der radikalen Neugestaltung von Prozessen und Wertschöpfungsketten.

Die heutige Wirklichkeit wird häufig mit dem Begriff der VUCA-Welt umschrieben und umfasst vier wesentliche
Aspekte. Der Begriff ist ein Akronym und steht für Volatility (Unbeständigkeit), Uncertainly (Unsicherheit), Complexity (Komplexität) und Ambiguity (Widersprüchlichkeit).
Daran lässt sich erkennen, dass das „Wie“ der Arbeit einen tiefgründigen Wandel erlebt. Man spricht von Arbeit 4.0 oder auch „New Work“. Strukturen und Arbeitsräume verändern sich maßgeblich.

Mit der Generation Y (1980-2000) verändert sich aber auch die Wertewelt maßgeblich. Die Babyboomer (1956-1964) lebten um zu arbeiten, wohingegen die Generation Y arbeitet um zu leben. Selbstentfaltung und Autonomiebedürfnisse setzen sich durch. Die Ursache wird darin gesehen, dass aufgrund der erfüllten Erwartungen der Babyboomer die nachfolgenden Generationen ein hohes Anspruchsdenken haben.
„Während diese von einer bunt blühenden Blumenwiese träumen, haben sich ihre Eltern lediglich ein ausreichend nährreiches Grün erhofft“ (Gandorfer, 2017, S. 125). Das wirkt sich vielfältig auf die Wertewelt aus. Selbstverwirklichung und Individualität, Freude an der Arbeit, bei Abwechslungsreichtum und dem Wunsch der Partizipation dominieren. Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben mit dem Fokus auf die psychische Gesundheit nimmt zu, während das Vorantreiben der Karriere an Attraktivität verliert

Im Kontext des beschriebenen derzeitigen Wandels der Arbeits- und Lebenswelt, aber auch der veränderten Wertewelt sind auch die Führungsansätze zu überdenken und den geänderten Gegebenheiten anzupassen. Moderne Führungsansätze sind mehrdimensional und integrativ. Nach Corinna v. Au (2016, S. 13) weisen Sie „… vier gemeinsame tragende Grundpfeiler auf, die in der Grundidee zwar statisch, aber in der konkreten Ausgestaltung organisationsspezifisch und dynamischer Natur sind.“ Es handelt sich dabei um Beziehung, System, Partizipation und Sinn.

Beziehung heißt, dass der Führungsprozess als Beziehungs- und Interaktionsphänomen von Führenden und Geführten verstanden wird. Dabei rückt die Individualität der Mitarbeitenden in den Vordergrund.

System bedeutet, dass das Augenmerk mehr auf das holistische Organisationssystem und die Organisationskultur gerichtet wird und weniger die Individualebene Betrachtung findet.

Unter Partizipation wird die agile (flexible) bis hin zur geteilten Führung verstanden. Nicht zuletzt aufgrund der zunehmenden Komplexität ein wesentlicher und notwendiger Punkt. Einer allein kann die Komplexität gar nicht mehr beherrschen.

Der Mensch fragt nach dem "Warum". Er will verstehen, einen Sinn sehen. Werte und Gesundheitsfragen rücken in den Fokus. Der Anstieg von Erkrankungen aufgrund psychischer Fehlbelastung in der heutigen Arbeitswelt zeigt, dass "gesunde" und auch "achtsame" Führung als weiche Führungsansätze ihre Berechtigung haben.

Demnächst mehr zu modernen Führungsansätzen!

Autor: Petra Zander

Quellen:
- Wirksame und nachhaltige Führungsansätze: System, Beziehung, Haltung und Individualität. 2016 C. v. Au,
- Soziale Führungskompetenz. In H. C. Tuczek (Hrsg.), Management 4.0 und die Generation Y: Landshut Leadership Band 2 (S. 133-152). 2017, L. Gandorfer

 

 

 

 

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